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Übersichtsplan Sixtinische Kapelle

Altarwand mit dem Jüngstem Gericht

Haupteingang

Innenansicht, Sixtinische Kapelle, Vatikan, Rom

Südwand aus dem Leben des Moses

Nordwand aus dem Leben von Jesus

Altargemälde

„Jüngstes Gericht’’,

Sixtinische Kapelle, Michelangelo, Vatikan, Rom

Michelangelo Buonarroti

1475 - 1564

„Auferstandener Bartholomäus Christus’’

Zeit für die Offenbarung verborgener Schätze in der Sixtinischen Kapelle, zum Ende der Zeiten



360° Panorama Ansicht


Sixtinische Kapelle 360°

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Außenansicht, Sixtinische Kapelle, Vatikan, Rom

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PSC Verlag Berthold Jerg, Laurenbühlstr. 13, D-88441 Mittelbiberach, Deutschland

Tel.: +497351-828-6640, Email: info@pscverlag.de

Schöpfungsgeschichte

1 Gott trennt das Licht von der Finsternis

2 Gott erschafft die Pflanzen und Gestirne

3 Gott trennt die Wasser von Himmel und    Erde

4 Die Erschaffung Adams

5 Die Erschaffung Evas

6 Der Sündenfall und die Vertreibung aus

   dem Paradies

7 Das Opfer des Noah

8 Die Sintflut

9 Die Trunkenheit des Noah

Propheten

14 Jona

15 Jeremias

18 Daniel

19 Ezechiel

22 Jesaja

23 Joel

25 Zacharias


Sibyllen

16 Libysche Sibylle

17 Persische Sibylle

20 Cumäische Sibylle

21 Erythräische Sibylle

24 Delphische Sibylle


Altes Testament

10 Kreuzigung des Haman

11 Die eherne Schlange

12 David und Goliath

13 Judith und Holofernes

Vorfahren Christi

26 Salmon, Boas und Obed

27 Jesse, David und Salomon

28 Rehabeam und Abija

29 Asa, Josaphat und Joram

30 Usia, Jotham und Ahas

31 Hiskia, Manasse und Amon

32 Zerubbabel, Abiud und Sohn

    Eliakim

33 Josia, Jojachim und Sealthiel



Themen der Ausmalung in der Sixtinischen Kapelle


Die Themen, die von Michelangelo an der Decke dargestellt wurden, sind von der Altarseite zur Eingangswand betrachtet, folgende: 1) Gott trennt das Licht von der Finsternis, 2) Gott erschafft die Pflanzen und Gestirne, 3) Gott trennt die Wasser von Himmel und Erde, 4) Die Erschaffung Adams, 5) Die Erschaffung Evas, 6) Sündenfall und die Vertreibung aus dem Paradies, 7) Das Opfer des Noah, 8) Die Sintflut, und 9) Die Trunkenheit des Noah.


In den vier Eckzwickeln des Gewölbes der Sixtinischen Kapelle sind Szenen mit dem „Gekreuzigten Haman’’ (Altarseite links), die „Eherne Schlange’’ (Altarseite rechts), „David und Goliath’’ (Eingangswand rechts) sowie „Judith und Holofernes’’ (Eingangswand links) zu bewundern.


In den dreieckigen Felder der Spitzkappen und Lünetten (Halbrundbilder) unterstützen die Vorfahren Jesu die heilsgeschichtliche Botschaft. Zwischen den Spitzkappen verhelfen die sieben weissagenden Propheten und fünf Sibyllen zur inhaltlichen Bildwahrnehmung.


Weitere Figuren sind die nackten Jünglinge (Ignudi) am Deckengewölbe, die auf Pfeilern sitzen und mit ihren Händen die grünen Girlanden, das Füllhorn und die Medaillons bzw. die Siegel halten. Die Besonderheit an diesen gemalten Siegeln ist, dass sie einen virtuellen Bildverschluss bewirken und damit eine objektive Bildwahrnehmung solange verhindern, bis der „Auferstandene Christus’’ im „Jüngsten Gericht’’ die Siegel bricht und die eigentlichen Inhalte transparent macht. Zwischen den Darstellungen sind nackte Putten Engel zu beiden Seiten der Throne der Propheten und Sibyllen zu erkennen, welche die Bildwahrnehmung zusätzlich unterstützen sollen. Hinzu gesellen sich die braunen Satansjünger mit totem Widderschädel und ihren beeindruckenden Gesten über den Spitzkappen.


Über dem Haupteingang der Sixtinischen Kapelle befindet sich Prophet Zacharias, der dem „Auferstandenen Christus’’ den neuen Weg über die Erstellung eines Buches weist. Direkt ihm gegenüber, an der Altarwand mit dem „Jüngsten Gericht’’, sitzt Prophet Jonas, der die „Auferstehung von Christus’’ und die Hauptsündenschuld der Welt vorhersagt.


Michelangelos Auftraggeber der Deckenbemalung, Papst Julius II., verstarb im Jahr Februar 1513 und damit kurz nachdem die Ausmalung der Sixtinischen Decke abgeschlossen werden konnte. Einer seiner Nachfolger, Papst Clemens VII., erteilte Michelangelo über zwanzig Jahre später einen neuen Auftrag zur Schaffung eines Bildwerkes mit dem „Jüngsten Gericht’’ und der „Auferstehung von Christus’’ an der Altarwand der Sixtinischen Kapelle.


Die Darstellungen des Altarwandgemäldes mit dem „Jüngsten Gericht’’ unterteilen sich in drei Bereiche: In der oberen Reihe ist im Mittelpunkt der „Auferstandene Apollo Christus’’ als Weltenrichter zu sehen, neben ihm die „Gottesmutter’’. Bei den Füßen des „Auferstandenen Apollo Christus’’ sind der Heilige Laurentius und der Heilige Bartholomäus zu erkennen, welcher die Haut hält, die das selbst porträtierte Gesicht Michelangelos illustriert. Zu beiden Seiten sind die Heiligen, Seligen, Märtyrer, Apostel und Patriarchen zu beobachten.


In den beiden Lünetten darüber fliegen Engelscharen und bebildern die Passion „Christi’’. Unterhalb des „Apollo Christus’’ steigen die Gerechten zum Himmel empor. Auf der rechten Seite, weiter unten, werden die verdammten Seelen in die Hölle gestürzt. In der Mitte schweben die Trompetenengel des „Jüngsten Gerichts’’, allen voran Erzengel Michael, die mit Trompetenschall die Seelentrennung zwischen „Erwählten’’ und „Verdammten’’ Seelen vollziehen. Im untersten Teil, links, werden Szenen des „Fegefeuers’’ und der „Armen’’ Seelen gezeigt. Rechts unten werden die verdammten Seelen, die für die Hölle bestimmt sind, von Charon in einem leckgeschlagenen Boot übergesetzt.


Bei der Enthüllung des fertiggestellten Altargemäldes mit dem „Jüngsten Gericht’’, am 25. Dezember 1541, staunten die Betrachter über die brillierende Ausdruckskraft des Bildwerks von Michelangelo Buonarroti. Doch inhaltlich verstanden hat dies bis zum heutigen Erscheinen des eBook „Das Ende der Zeiten’’ von Berthold Jerg, wahrscheinlich niemand. Kann auch nicht, da diese Veröffentlichung dem „Auferstandenen Bartholomäus Christus’’ im „Jüngsten Gericht’’ vorbehalten ist.


Lesen Sie alle Geheimnisse um den „Auferstandenen Christus’’, die heuristischen Bildanalysen sämtlicher Bildwerke in der Sixtinischen Kapelle und lernen Sie die Offenbarungen des „Jüngsten Gerichts’’ und den neuen Weg zur persönlichen Erlösung kennen. Mehr dazu gibt es im eBook „Das Ende der Zeiten’’ von Berthold Jerg.


Die Sixtinische Kapelle im Überblick


Die Sixtinische Kapelle ist bekannt als eine der bedeutendsten Kapellen des Vatikans und grenzt nördlich an den Petersdom. Weltberühmtheit erlangte sie allerdings durch das Beherbergen der wichtigsten Gemälde dieser Welt. Im eBook „Das Ende der Zeiten’’, von Berthold Jerg, wird die Sixtinische Kapelle mit ihren unschätzbaren Kunstwerken nicht nur zur bewussten Legitimation für den „Auferstandenen Christus’’, sondern auch zum zentralen Mittelpunkt heuristischer Bildanalysen.


Papst Sixtus IV. (1471-1484), der in seinem Pontifikat die Kirche fast in den Untergang führte und Namensgeber der Sixtinischen Kapelle war, hatte ursprünglich den florentinischen Architekten Baccio Pontelli damit beauftragt eine palatinische Kirche im Vatikan so umzugestalten, dass man einen würdigen Rahmen für feierliche Zeremonien erhalte. Die Wahl fiel dabei auf die päpstliche Kapelle „Cappella Magna’’, die aus dem 13. Jahrhundert stammte und wahrscheinlich sogar auf die Epoche der Karolinger zurückgeht.

Der Grundriss dieser Kapelle war äußerst einfach: Ein nahezu viereckiger Raum, mit den Maßen 40,93 Meter in der Länge, einer Breite von 13,41 Meter an der Ostwand, 13,11 Meter an der Nordwand und einer Höhe von 20,73 Meter, beschreiben die gesamte Dimension des Gebäudes. Hinzu kommt ein herabgesetztes Bogengewölbe mit zwölf großen Fenstern, je sechs entlang der beiden Hauptseiten.


Der Fußboden war ebenfalls vorhanden und zeigte sich nach Art der Cosmaten, wie es in den romanischen Kirchen üblich war. Über eine Chorschranke wurde die Kapelle in zwei Hälften geteilt. Die eine war für die Gläubigen, die andere für den Klerus bestimmt.


Am 27. Oktober 1481 beauftragte der amtierende Papst Sixtus IV., das Malerteam um Cosimo Rosselli, Sandro Botticelli, Domenico Ghirlandaio und Pietro Perugino die Seitenwände der Kapelle mit neuen Fresken zu versehen. Etwas später kamen noch Luca Signorelli, Piero di Cosimo, Pinturicchio sowie Bartolomeo della Gatta, Andrea da Assisi, Pier Antonio und Filippino Lippi hinzu. Zum Hochfest an Maria Himmelfahrt, am 15. August 1483, konnte die Sixtinische Kapelle mit den nun neu gestalteten Seitenwänden eingeweiht und der Öffentlichkeit vorgestellt werden.


Die Dekoration der Wände erfolgte in drei übereinander liegenden Bildzyklen. Die obere Reihe unter den heutigen Spitzkappen und Lünetten stellt die Reihe der Päpste dar, deren Porträts sich in den Nischen und freien Räumen zwischen den Fenstern wiederfinden. In der mittleren Reihe erkennt man Szenen aus dem „Leben des Moses’’ an der Südwand, und das „Leben Jesus’’ an der Nordwand. In der untersten Reihe wurde ein Teppichvorhang gemalt, wie es in den romanischen Kirchen verbreitet war.


Nach anfänglichen Diskussionen um die Bemalung der Sixtinischen Decke mit dem damaligen Papst Julius II., und Intrigen seines Architekten Bramante, wurde 1506 Michelangelo Buonarroti mit dem Auftrag zur Ausmalung des Deckengewölbes der Sixtinischen Kapelle betraut. Aufgrund seiner Differenzen mit dem Papst floh Michelangelo jedoch zunächst von Rom nach Florenz und verweigerte den erteilten Auftrag. Etwas später nahm er aber an. An die Arbeit machte er sich im Jahr 1508.


Papst Julius II. hatte Michelangelo gebeten, zwölf Apostel zu malen, entsprechend den zwölf Fenstern. „Und ihm Übrigen genüge es, wenn die Zwischenräume wie üblich mit Ornamenten aufgefüllt würden’’, gab Papst Julius II. zu Protokoll. „Das wäre aber ein armes Haus’’, erwiderte Michelangelo daraufhin. „Warum’’, wollte Papst Julius II. wissen. Und Michelangelo gab zur Antwort: „Weil auch die Apostel arme Leute waren’’. Mit dieser Antwort hatte Michelangelo vom Papst die Erlaubnis erhalten, das zu machen was er wollte.


Dieser Gegebenheit verdanken wir heute, dass anstatt des Nachthimmels mit goldenen Sternen an der Decke der Sixtinischen Kapelle, das Meisterwerk Michelangelos mit seinen imposanten Figurendarstellungen erstrahlt. Die Arbeit dafür dauerte etwa vier Jahre und zog sich von Mai 1508 bis Oktober 1512 hin.